Wie aus der Chronik zu entnehmen ist, soll zwischen 1740 und 1765 an der Stelle des Hauses, in dem heute das Gemeindeamt Wundschuh untergebracht ist, ein hölzernes Häuschen gestanden sein. 1765 wurde dort ein gemauertes Schulhaus erbaut. Dieses bestand aus einem Schulzimmer, zwei Wohnzimmern für den Lehrer, einer offenen Küche und zwei Kellerräumen. Die wachsende Schülerzahl verlangte eine Vergrößerung des Schulhauses. 1810 baute man endlich auf das alte Schulhaus einen Stock auf.

Im Jahr 1871 gehörten zum Schulsprengel Wundschuh die Ortschaften Wundschuh, Kasten, Gradenfeld, Forst, Ponigl, Dietersdorf, Zwaring, Steindorf, Werndorf und Großsulz.

Im November 1872 wurden die Mädchen von der zweiklassigen allgemeinen öffentlichen Volksschule losgelöst und in eine Privatmädchenschule zusammengefasst. Die Eröffnung erfolgte am 26. November 1872. Alle Mädchen der Gemeinden Wundschuh und Werndorf sowie von den Dörfern Steindorf, Zwaring, Dietersdorf und Großsulz besuchten diese Schule.

Gründer der privaten Mädchenschule war Graf Alfred des Enffans d‘Avernas. Der Graf kaufte am 1. Juli 1872 vom Gastwirt Georg Gartler das Haus „Kirchenweber“, das bis dahin ein Gasthaus war. Die Kosten für die Umgestaltung des Hauses für Schulzwecke und die Einrichtung der Klassen wurden vom Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern getragen. Mit Ministerialerlass vom 20. Mai 1890 erhielt die bisherige Privatmädchenschule in Wundschuh am 3. Juni 1890 das Öffentlichkeitsrecht. Ab 1878 eröffnete der Orden der Barmherzigen Schwestern ein Internat für arme Mädchen, meist Waisenkinder, die auch die Klosterschule besuchten. Am 3. Dezember 1908 wurden der Ausbau der Schule und die Einweihung der Kapelle feierlich begangen. Bis zum Jahr 1918 wurde die Schule zweiklassig geführt, dann dreiklassig.

Von 1938 bis 1945 waren die Gebäude von der NSV beschlagnahmt. Die zweite und dritte Klasse waren weiterhin Schulzimmer der öffentlichen Volksschule. Ein Klassenraum diente mehrere Jahre hindurch als Lager für kriegsgefangene Franzosen und Engländer. Unter großen Schwierigkeiten wurde die Privatmädchenschule im September 1945 wiedereröffnet. Im Jahr 1967 wurde die Mädchenschule aufgelassen.

Am 4. März 1897 beauftragte der Bezirksschulrat Graz-Umgebung den Ortsschulrat Wundschuh, einen Neubau des Schulhauses in Erwägung zu ziehen. Im Jahr 1904 kaufte der Ortsschulrat Wundschuh vom Grundbesitzer Martin Lindenberger vulgo Brunner in Wundschuh den Bauplatz für das neu zu erbauende Schulhaus. Am 22. Oktober 1906 wurde der Grundstein für das neue Schulhaus gelegt. Die Bauführung oblag dem Baumeister Franz Holzmann aus Graz. Am 29. Juli 1907 erfolgte die Kollaudierung des neuen Schulhauses. Mit 20. November 1907 war der gesamte Bau der öffentlichen Volksschule vollendet. Die Einweihung nahm Pfarrer Anton Oswald am 21. November 1907 vor. Der Unterricht im neuen Gebäude wurde am 22. April 1908 aufgenommen und zu dieser Zeit zweiklassig geführt. Die Erweiterung der zweiklassigen Volksschule in eine dreiklassige erfolgte am 1. November 1916. In den Jahren 1970 bis 1972 wurde die dreiklassige Volksschule in eine vierklassige umgebaut. Gleichzeitig erfolgte die Errichtung des Turnsaales. In den Jahren 1994 und 1995 wurde die Volksschule umfassend saniert.

Erster Oberlehrer an der Volksschule Wundschuh war Johann Michael Klinger von 1767 bis 1773. Nach ihm waren folgende Oberlehrer bzw. Schulleiter an der Volksschule Wundschuh tätig: Gotthardt Knopf (1773 bis 1806), Ferdinand Knopf (1806 bis 1. Mai 1832), Johann Wagner, ein Wundschuher (1. Mai 1832 bis 28. Feber 1873), Alois Wagner (1. März 1873 bis 29. August 1905), Albert Grimm (1. November 1905 bis 16. April 1906), Josef Roschker (17. April 1906 bis 1. Mai 1927), Hans Löffler (1. Mai 1927 bis 30. Juni 1938), Franz Letz (1. August 1938 bis 14. August 1941), Wilhelm Vogl (15. August 1941 bis 17. Oktober 1944), Franz Letz (18. Oktober 1944 bis 17. Oktober 1945), Wilhelm Vogl (18. Oktober 1945 bis 13. Oktober 1945), Hermine Pohl (24. Oktober 1945 bis 20. Juni 1946), Valentin Thomaschitz (21. Juni 1946 bis 21. Dezember 1962), Karl Eberhardt (1. Jänner 1963 bis 31. August 1971), Rosa Pock (provisorische Schulleitung vom 1. September 1971 bis 30. September 1973), Karl Kölbl (1. Oktober 1973 bis 31. August 1977). Heinz Reinisch (1. September 1977 bis 31. August 2001 ).  Ab September 2001 leitete Fr. Melitta Lenz die Volksschule Wundschuh, am 8. Juli 2002 erhielt Fr. Melitta Lenz das Dektret zur Schulleiterernennung.
Gabriela Wango (provisorische Schulleitung von September 2015 bis September 2017). Seit September 2017 leitet Fr. Gabriele Gössler die Volksschule Wundschuh.